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Unsere Kenntnisse von der älteren Geschichte Thailands sind noch sehr lückenhaft. Weder hat man bisher eindeutig festgestellt, woher das Volk der Thai ursprünglich kommt, noch konnte durch die archäologischen Funde in den Höhlen von Kanchanaburi oder beim Dorf Ban Chiang im Nordosten bei Nong Khai eindeutig das Alter der Kultur festgestellt werden. Mit der Zerstörung der alten Hauptstadt Ayutthaya durch die Burmesen im Jahr 1767 sind sämtliche Orginaldokumente verlorengegangen. So ist die Thai-Geschichtsforschung auf die Aufzeichnungen der Nachbarvölker, insbesondere auf chinesische Quellen angewiesen. Diese Quellen sind jedoch nicht immer objektiv und in der Chronologie gelegentlich anfechtbar. Wenn sich die Folgerungen aus den Ausgrabungen bei Ban Chiang bewahrheiten, entstand dort die erste Kultur um 7000 v. Chr. Mit einiger Sicherheit kann gesagt werden, daß die Thais bereits vor 4500 Jahren im nordwestlichen Szechuan lebten. Auf der Suche nach größerem Lebensraum wanderten sie dann das Jangtsekiang-Tal hinunter, wo sie um die Zeitenwende mit den Chinesen erstmals in Berührung kamen. Sie könnten in der Vorgeschichte Chinas eine gewisse Rolle gespielt haben. Sie sind, wie die Chinesen, mongolischer Abstammung und sprechen wie diese eine tonale Sprache. Den weiteren geschichtlichen Ablauf stellt die nachfolgende Zeittafel dar, wie gesagt mit allen möglichen Einschränkungen und Vorbehalten. |
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Heute, am 11. Apil 2010 kann ich nicht umhin, die Rolle des ehemaligen Ministerpräsidenten Thaksin anhand von Online- Zeitungsberichten zu überdenken. Für mich ist es keine Frage, daß die Entwicklung der letzten 53 Tage unmittelbar mit ihm zusammen hängt. Irgendwie hat es sich schon früh angekündigt: Thailand wird seine innenpolitischen Probleme nicht mehr los. Und zu Beginn der jetzigen fast nicht mehr lösbaren Lage steht wieder einmal der ehemalige gestürzte Ministerpräsident Thaksin. Selbst wer mit ihm symphatisiert kann nicht leugnen, daß sich mit seiner Verurteilung und der Beschlagnahme seines Vermögens die Anzeichen für innenpolitische Unruhen vermehrt hatten. Wie nun, wenn Thaksin gar nicht so sehr an der Innenpolitik als an der Wahrung seiner Milliardenvermögens interessiert wäre. Ich habe die Entwicklung seit dem 20. Januar 2010 verfolgt und aufgeschrieben. Wer an den Berichten bis heute interessiert ist kann sich das folgende PDF- Dokument anschauen oder herunterladen.
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ca 8000 v. Chr. |
steinzeitliche Siedlungsspuren |
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ca. 3600 v. Chr. - 200 n. Chr. |
Ban Chiang Kultur |
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ca. 4000 v. Chr |
negroide Urbevölkerung |
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ca 3500 v. Chr. |
In der Banyan-Tal-Höhle erste Reisspreu-Lager |
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ab 800 v. Chr. |
Einwanderung der Mon und Khmer |
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468 |
König Kalavarnadis von Taksila gründet Lopburi (früher "Lavo" genannt) |
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300 v. Chr. |
Suvarabhumi-Reich unter indischem Kultureinfluss |
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ab ca 250 v. Chr. |
buddhistische und hinduistische Missionierung |
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221-265 n. Chr. |
Während der Epoche der “Drei Königreiche” leben die Thais in Südchina |
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6. Jh. n. Chr. |
In Mittelthailand (Lopburi) entsteht das Mon-Reich der Dvaravati. Um 649 wurde das Nan Chao Reich gegründet. |
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730 |
Das Reich Muang Thäng (jetzt Dien Bien Phu) entsteht unter Khun Borom. Dieser sendet seinen Sohn Khun Lo aus, die Khas aus Luang Prabang zu vertreiben und gründet dann das Königreich Luang Prabang, damals Chien-Tong genannt. |
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855 |
Ca. 855 (westl. Zeit) gründete ein Prinz Phrom die Stadt Fang die auch Swankalok genannt wurde im Becken des Mae Nam Chao Phrya. Das war zur Zeit des Nan Chao Reiches, welches ca. 650 gegründet wurde. Die ganze Zeit wanderten in Fang ein paar Menschen aus Nan Chao ein. |
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858 |
Das Königreich Luang Prabang besetzte Hanoi und vertrieb den chinesischen Gouverneur. Das Nan Chao Reich bestand bis 1252 |
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8. Jh. |
In Nordthailand entsteht das Monreich Haripunjaya |
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8.-12. Jh. |
Der größte Teil des heutigen Thailand gehört zum Khmer-Reich. Ca. 855 gründete Prinz Phrom die Stadt Fang, auch Swankalok genannt, im Tal des Mae Nam Chao Phraya. Das war zur Zeit des Nan Chao Reiches. |
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8.-13. Jh. |
Einwanderung der Thai aus Südchina in die fruchtbaren Täler des Irrawaddy und Salween, des Menam und des Mekong. Das Srvijaya-Reich beherrscht von Sumatra aus Südthailand. |
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1238 |
Das erste Königreich der Thais wird 1238 gegründet, als zwei Thai-Prinzen in Khmer-Diensten, Khun Bang Klangtao und Khun Pa Muang, eine Rebellion gegen die Herrschaft der Khmers beginnen und damit Erfolg haben. Sie schlagen eine Armee des Khmer-Generals Khan Lampong und erklären Sukhothai zum unabhängigen Staat. Khun Bang Klang wird zum König gekrönt und wählt den Titel Sri Inthrathit. Sein Partner in der Rebellion, Khun Pa Muang, wird zwar mit einem Regierungsposten belohnt; da er jedoch mit einer Khmer-Prinzessin verheiratet ist, stehen die Thais ihm misstrauisch gegenüber. |
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1253 |
Kublai Khan erbobert das Nan Chao Reich. Nun drängten die vorher aus Yünnan abgewanderten Völker, die man Prä-Thais nennen kann, endgültig in Massen nach Fang, und das Gebiet des Nan Chao Reich wurde mit anderen Ländereien der Gegend endgültig dem Reich der Chinesen einverleibt. |
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1262 |
In Nordthailand entsteht das Thai-Fürstentum von Chiang Rai |
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1279-1298 |
1279 wird Ramkhamhaeng, der dritte von drei Söhnen Sri Inthrathits, König Sukhothais. Er ist allerdings nicht der direkte Nachfolger seines Vaters. Sein älterer Bruder Ban Muang regierte in der Zwischenzeit; doch gibt es keine historischen Aufzeichnungen darüber, wann Ban Muang den Thron bestiegen und für wie lange er ihn inne hatte. |
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13. Jh. |
Einwanderung der Tai Völker (Lao, Shan und Tai) aus Südchina nach Zerstörung ihres Reiches Nanchao durch Mongolen. Die Einwanderer zerstörten die Reiche der Mon und Khmer im Einzugsgebiet des Chaophraya-Flusses; sie übernahmen dabei deren buddhistische Religion und Kultur. |
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1350 |
In Utong, einer Stadt in Zentral-Thailand, besteigt im Jahre 1350, nach dem Tod des Königs, der führende General des Königreiches selbst den Thron und nimmt den neuen Namen Rama Tibodi I an. Eine seiner ersten Regierungsentscheidungen ist es, die Hauptstadt des Reiches rund 50 Kilometer nach Osten, nach Ayutthaya, zu verlegen. |
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1352 |
Schon 1352 erobert Ayutthaya das Khmer-Reich und verleiht es dem eigenen Hoheitsgebiet ein. Doch obwohl es Siam ist, welches das Khmer-Reich erobert, verläuft die kulturelle Beeinflussung in den folgenden Jahrzehnten eher in umgekehrter Richtung. Khmer-Sitten und Khmer-Kultur beeinflussen Siam in weitaus stärkerem Masse als siamesische Kultur und siamesische Sitten das vormalige Khmer-Reich. Unter den Khmer-Importen sind zum Beispiel Sklaverei und das Konzept einer absoluten Monarchie. |
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1371 |
Im Jahre 1371 marschiert König Boromaraja I von Ayutthaya, einem neu gegründeten Thai-Königreich südlich von Sukhothai, in Gebieten ein, die von Sukhothai regiert werden. Sieben Jahre später akzeptiert König Tammaraja II von Sukhothai für sein Reich den Status als Vasall Ayutthayas. Damit endet die unabhängige Geschichte Sukhothais nach nur 140 Jahren. |
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1431 |
Eroberung von Angkor und Zerstörung des Khmer-Reiches durch die Siamesen , dei Herrschaft der Khmer seit ca 800 n. Chr wird gebrochen. |
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1480 |
Eroberung des Grenzgebietes von Burma |
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1512 |
Erste portugiesische Gesandtschaft am Hof von Ayutthaya. Später folgen Holländer und Britern. |
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1549 |
In einem viermonatigen Krieg belagern im Jahre 1549 burmesische Truppen Ayutthaya. Es ist dies die erste von mehreren burmesischen Invasionen und thai-burmesischen Kriegen über einen Zeitraum von etwa 50 Jahren. Es wird angenommen, dass die Burmesen durch die Palastkämpfe in Ayutthaya zu der Invasion verleitet wurden, da man in Burma offensichtlich annahm, das innenpolitisch geschwächte Siam werde eine leichte Beute sein. Es ist Siams Pech, dass gerade zu der Zeit, da das Land der Thronfolgekämpfe wegen im Chaos liegt, das Nachbarland Burma von einer Folge fähiger Kriegskönige regiert wird. Dem ersten dieser Kriegskönige, Tabengshweti, der von 1531 bis 1550 herrscht, gelingt die Vereinigung Burmas mit einer territorialen Ausdehnung, die derjenigen des gegenwärtigen Burmas weitgehend entspricht. Schon dem damaligen burmesischen Reich werden die Fürstentümer der Mon (im Süden) und der Shan (im Norden) einverleibt. Nachdem König Tabengshweti im Jahre 1550 vergiftet wird, besteigt sein General und Schwager als König Bhueng Noreng (mit anderem Namen König Hanthawadi) den Thron; dieser ist nicht minder kriegerisch veranlagt als Tabengshweti. |
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1556 |
Die Burmesen erobern Chiang Mai und zerstören das Lan-Na-Reich. |
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1563 |
Im Jahre 1563 marschiert wiederum eine burmesische Armee in Siam ein. Für diesen Feldzug hat der König von Burma, Bhueng Noreng, seine Truppen mit Mannschaften aus zahlreichen Vasallenstaaten verstärkt, von denen manche aus so östlichen Regionen wie dem heutigen Laos stammen. Historische Quellen behaupten, die burmesisch geführte Armee sei 200.000 Mann stark gewesen. Die burmesischen Truppen nehmen zunächst die siamesischen Städte Sawankalok und Pijai ein. |
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1564 |
Da die Thais die burmesische Kriegstaktik falsch einschätzen, gelingt den Burmesen ein Jahr später ein Überraschungsangriff auf Ayutthaya. König Chakrapat wendet die drohende Zerstörung der Stadt ab, indem er sich auf einen für Burma überaus vorteilhaften Friedensvertrag einlässt, dessen Bedingungen vom burmesischen König Bhueng Noreng diktiert worden waren. |
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1569 |
Trotz des Friedensvertrages halten die Kriegswirren in den folgenden Jahren an, und am 30, August 1569 fällt Ayutthaya nach einer burmesischen Belagerung von sieben Monaten zum erstenmal in der Geschichte der Stadt. Der Sieg des burmesischen Königs Bhueng Noreng und seines Thai-Bundesgenosen Khun Pirentorateps (Prinz Maha Tammarajas) beruht jedoch nicht auf der Tapferkeit der Belagerer, sondern auf einem Hoch- und Landesverrat, den sich wahrscheinlich Prinz Maha Tammaraja ausgedacht hatte. Es gelang den Belagerern nämlich, den Verräter Pijai Chakri nach Ayutthaya hineinzuschmuggeln. Pijai Chakri war von den Burmesen im Jahre 1563 als Geisel nach Burma entführt und dort einer totalen Gehirnwäsche unterzogen worden. Es gelang ihm, nach Ayutthaya eingelassen zu werden, indem er eines Tages vor den Toren der Stadt auftauchte - zurechtgemacht als entlaufener Gefangener. Er erschlich sich das Vertrauen König Mahins, indem er behauptete, es sei ihm gelungen, aus der burmesischen Gefangenschaft zu entfliehen, und versichert, mit allen Kräften verhindern zu wollen, dass Ayutthaya von den Burmesen eingenommen werde. In einem Akt schier unglaublichen Leichtsinns wird Pijai Chakri die Verantwortung für wichtige Verteidigungsanlagen übergeben. Heimlich gibt er jedoch Informationen an die Belagerer, und als die Burmesen zum Endangriff ansetzen, schwächt er bewusst die Verteidigung in einem Abschnitt, durch den die burmesischen Truppen schliesslich in die Stadt eindringen. |
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1584 |
15 Jahre nach dem Fall Ayutthayas, am 3. Mai 1584 kündigt Prinz Naresuan, mit Einverständnis seines Vaters, König Maha Tammaraja, den Burmesen das Vasallenverhältnis auf. Im Dezember des selben Jahres marschiert eine burmesische Armee, deren Stärke auf 300.000 Mann geschätzt wurde, in Siam ein. Prinz Naresuan schwächt die burmesische Armee mit einer Politik der verbrannten Erde. Er zieht siamesische Einheiten aus dem Aufmarschgebiet der Burmesen ab, hinterlässt aber nur brennende Dörfer und Städte, die den burmesischen Truppen nichts mehr nützen können. Die burmesische Invasion schlägt fehl. |
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1592 |
Nuresan gewinnt den Zweikampf mit dem burmesischen Kronprinzen und erobert große Teile von Burma, Laos und Kambodscha. |
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1605 - 1610/11 |
König Ekathotsarot regiert in Ayutthaya, Vater von König Prasat Thong. |
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1620 |
König Songdharm besteigt den thailändischen Thron. In seiner Regierungszeit (1620 bis 1628) soll der berühmte Fussabdruck des Budha in Saraburi entdeckt worden sein. |
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1655 |
Nach dem Tod König Prasat Thongs im Jahre 1655 werden Fragen der Thronfolge wieder einmal mit dem Säbel entschieden. Nachfolger Prasat Thongs ist zunächst dessen ältester Sohn, Prinz Chao Fa Yai. Der Onkel des neuen Königs, Prinz Srisutammaraja, und sein eigener Bruder, Prinz Narai, konspirieren jedoch gegen Chao Fa Yai, entführen ihn und richten ihn auf königliche Weise hin - das heisst, der Thronfolger wird in einen Samtsack eingeschnürt und mit Keulen aus Sandelholz totgeschlagen. Prinz Srisutammaraja wird daraufhin zum neuen König gekrönt, sein Bundesgenosse, Prinz Narai wird zum stellvertretenden König ernannt. Ein paar Monate später führt Prinz Narai, der schon zuvor keine Skrupel gehabt hatte, seinen eigenen Bruder totzuschlagen, eine Palastrevolte gegen seinen zum König gekrönten Onkel an. Die Kämpfe im Palast dauern mehrere Tage an und enden damit, dass der König hingerichtet wird - wie üblich auf "königliche Art und Weise" (siehe oben). In einer Publikation der thailändischen Fremdenverkehrsbehörde ist davon die Rede, Prinz Narai sei zur Rebellion gereizt worden, da König Srisutammaraja die jüngere Schwester Prinz Narais mit Annäherungsversuchen belästigt habe. Wie auch immer, Narai wurde zum neuen König gekrönt, und er regierte Siam für 32 Jahre, bis 1688. Während seiner langen Regierungszeit öffnet sich Siam weit dem europäischen Einfluss, durch den das Land einen ersten Modernisierungsschub erfährt - allerdings nicht mit Bezug auf die politische Kultur. |
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1656-1688 |
Unter König Narai werden Gesandtschaften mit dem französischen Königshof Ludwigs XIV ausgetauscht. Frankreich schickt Missionare und Truppen, die jedoch ebenso wie die englischen und holländischen Händler nach dem Tode König Narais das Land verlassen müssen. |
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17. Jh. |
Siam ist die größte Macht Südostasiens. |
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1758-1760 |
In den Jahren 1758-1760 ist es wiederum Siams Pech, dass einmal just zu der Zeit, als es selbst von einem nur bedingt fähigen König regiert wird, eine neue mächtige Dynastie im benachbarten Burma an die Macht kommt. Nachdem Burma über Jahrzehnte mehr oder weniger desintegriert gewesen war, wird das Land von einem militärisch talentierten Fürsten von Moksobo (Shwebo), dem späteren König Alaungsaya, in einer atemberaubenden Serie ständiger Siege vereinigt. 1759 marschiert König Alaungsaya in Siam ein und erobert für Burma die Städte Tavoy, Mergui und Tenasserim (auf heute südburmesischem Gebiet). |
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1760 |
Im April 1760 belagert König Alaungsaya Ayutthaya. Der siamesische König Ekatat ahnt, dass er der Führungs-Herausforderung nicht gewachsen ist und bittet deshalb seinen jüngeren Bruder, den vormaligen König Utumpon, vorübergehend in seinem, Ekatats, Namen die Regierung und militärische Leitung der Verteidigung zu übernehmen. Allerdings ist es kurz darauf nicht Utumpons Geschick, sondern ein militärischer Unfall im burmesischen Lager, der Ayutthaya rettet. Denn als der burmesische König Alaungsaya sich schwer verletzt, während er selbst eine Kanone bedient, entscheidet er sich für einen Rückzug nach Burma. König Alaungsaya stirbt noch während des Rückzugs. |
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1765 |
Aber schon im Juni 1765 belagert die Burmesen einen neuen Feldzug gegen Siam, und zwar diesmal mit zwei Armeen, einer, die von Chiang Mai aus nach Süden vordringt, und einer zweiten, die von Westen her in Richtung Ayutthaya marschiert. |
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1766 |
Im Februar 1766 beginnen die Burmesen erneut mit einer Belagerung Ayutthayas. König Ekatat bietet seinem jüngeren Bruder Utumpon wiederum eine temporäre Königswürde an, doch diesmal lehnt Utumpon ab. Einige Wochen nach Beginn der Belagerung gelingt es einem General Ekatats, Chao Phaya Taksin, mit einer Truppe von rund 500 Mann den burmesischen Belagerungsring zu durchbrechen und aus Ayutthaya zu fliehen. Taksin ist der Sohn eines chinesischen Vaters und einer siamesischen Mutter. Sein ursprünglicher Name ist Hai Hong. Der Name Taksin wurde ihm nachträglich verliehen, da er für einige Jahre Gouverneur der Provinz Tak gewesen war. |
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1767 |
Die Burmesen erobern und zerstören Ayutthaya auf dem Höhepunkt seiner Macht vollständig. Die Stadt hatte 300 000 Einwohner und war damit größer als Paris oder London. Ayutthaya besaß ungefähr 400 Tempel und drei Paläste. Im Glauben, sein Ziel, Siam auszulöschen, erreicht zu haben, zieht sich der burmesische König Mongra im Mai 1767 mit seiner Hauptarmee nach Burma zurück und belässt auf siamesischem Territorium nur eine kleine Besatzungstruppe. In der Zwischenzeit hält sich Chao Phaya Taksin mit seiner 500-Mann Armee im östlichen Siam versteckt, da dort die burmesische Macht am schwächsten ist. Taksin verbündet sich zunächst mit dem Gouverneur der östlichsten siamesischen Provinz Chantaburi, doch es bricht zwischen den beiden Männern Führungsneid aus. Dies führt zu einem kurzen Konflikt, in dem Taksin obsiegt, ein Umstand, der ihn de facto zum Herrscher über das östliche Siam macht. Im Dezember 1767 verlegt Taksin die Hauptstadt des siamesischen Reiches nach Thonburi, wo er sich 1768 als neuer König krönen lässt. |
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1770 |
Taksin gründet einen Staat in Thonburi und erobert die von den Burmesen annektierten Gebiete zurück. |
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1782 |
Am 6. April 1782 wird General Chao Phraya Chakri als König Rama I gekrönt. Es ist dies der Anfang der Chakri-Dynastie, die bis heute den thailändischen Thron besetzt. Die ersten Entscheidungen des neuen Königs betreffen seine Hauptstadt. In verkürzter Form wird oft behauptet, Rama I hätte Bangkok als seine Hauptstadt gegründet, während zuvor Thonburi die Hauptstadt gewesen sei. Die Geschichte wird in dieser kurzen Form allerdings nicht korrekt wiedergegeben. Zum einen wurde Bangkok eigentlich nicht von Rama I gegründet. Die Stadt bestand schon seit Jahrhunderten, und sie war ein wichtiger Stützpunkt Siams im Handel mit Europa. Des weiteren ist die scharfe Trennung zwischen Bangkok und Thonburi geschichtlich nicht richtig. Während die europäischen Händler beim Namen Bangkok (Ban Ngkok = Olivendorf) blieben, einem Namen, den die Siedlung schon als kleines Dorf trug, war für die Thais die Stadt rechts und links des Chao-Phaya-Flusses Thonburi. Den Namen Thonburi erhielt die Siedlung beiderseits des Chao Phraya, als sie vom Dorf zur Stadt aufgewertet wurde. König Taksin hatte sich Thonburi als Hauptstadt ausgesucht. Und während es zutreffend ist, dass König Taksin seinen Palast und alle wichtigen neuen Gebäude auf dem rechten Ufer des Chao-Phaya-Flusses errichtete, umfasste die Stadt Thonburi doch beide Ufer des Flusses. König Taksins strategische Idee war es, den Fluss mitten durch die Hauptstadt fliessen zu lassen, da er einen neuerlichen burmesischen Angriff fürchtete und der Fluss als schneller Fluchtweg aus der Stadt dienen sollte |
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1785 |
Im Jahre 1785 werden der neue grosse Königspalast und der Tempel des Smaragd-Buddha fertiggestellt. Die neue Hauptstadt wird offiziell eingeweiht und auf den folgenden neuen Namen getauft: "Khrung Thep Maha Nakhon Amorn Rattanakosindra Mahindrayutthaya Mahadilokpop Noparattana Radchhani Burirom Udom Rachnivet Mahastan Amorn Pimarn Avatarn Satit Sakatuttiya Vishnukarm Prasit." Auf deutsch: "Stadt der Engel, Grosse Stadt und Wohnsitz des Smaragd-Buddha, Uneinnehmbare Stadt des Gottes Indra, Grosse Hauptstadt der Welt, Geschmückt mit neun wertvollen Edelsteinen, Reich an gewaltigen königlichen Palästen, die dem himmlischen Heim des wiedergeborenen Gottes gleichen, Stadt, die von Indra geschenkt und von Vishnukarm erbaut wurde". Der Einfachheit halber wird der Name umgangssprachlich abgekürzt. Und westliche Besucher sind bis heute bei dem Namen geblieben, den die Siedlung trug, als sie noch ein kleines Dorf war: Bangkok. |
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1809 |
Am 7. Dezember 1809 stirbt König Rama I im Alter von 72 Jahren, und einer seiner Söhne (er hatte 17, plus 25 Töchter) wird unter dem Namen Rama II neuer König. Es ist an dieser Stelle anzumerken, dass die siamesischen Thronfolge-Regelungen mit den europäischen nicht identisch waren. Grundsätzlich hatte ein König freie Hand, seinen Nachfolger selbst zu bestimmen. Die Wahl fiel entweder auf einen Bruder oder einen Sohn. Der Thronfolger wurde oft früh bestimmt, und er erhielt den Titel Maha Uparat, was soviel wie Prinz des vorderen Palastes bedeutete. Tatsächlich bewohnte der designierte Thronfolger oft einen Palast, der dem des regierenden Königs vorgelagert war. |
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1824 |
Rama III. Nang Klao besteigt den Thron. |
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1851 |
Nach dem Tod seines Halbbruders König Rama III besteigt Prinz Mongkut am 2. April 1851 als König Rama IV den siamesischen Thron. Ihm wird der zusätzliche Name Phra Chomklao verliehen. Nachdem er 1824 bei der Thronfolge übergangen worden war, hatte Mongkut sich in ein buddhistisches Kloster zurückgezogen, wo er für 27 Jahre ein hochdiszipliniertes Leben geführt hatte. Er hatte in dieser Zeit einen neuen buddhistischen Mönchsorden mit dem Namen Thammayut gegründet, der bis heute besteht und dessen Regeln sehr viel strenger sind als die Regeln des vorherrschenden Mahanikai-Mönchsordens. |
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1855 |
Eine britische Gesandtschaft unter Sir John Bowring schließt einen Handels- und Konsularvertrag mit dem thailändischen König. Weitere Verträge mit europäischen Mächten folgen später. |
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1862 |
Die erste große Straße Bangkoks, die New Road (Charoen Krung), wird gebaut. |
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1868 |
1868, nach dem Tod von König Rama IV, besteigt dessen ältester Sohn Chulalongkorn (einer von 39 Söhnen und 43 Töchtern aus 39 gleichzeitigen Ehen) den siamesischen Thron. Chulalongkorn war durch seine Ausbildung auf das Königsamt gut vorbereitet worden. So hatte er zum Beispiel bei der englischen Witwe Anna Leonowens Englisch gelernt. Anna Leonowens schrieb über ihre Erfahrungen am siamesischen Hof zwei Bücher: An English Governess at the Siamese Court und Romance of a Harem. Auf Anna Leonowens Büchern basiert der Film The King and I (der in Thailand übrigens verboten wurde). |
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1888 – 1907 |
Aufgabe der Vorherrschaft über Kambodscha und Laos unter französischem Druck. |
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1896 |
1896 unterzeichnen Frankreich und Grossbritannien einen Vertrag, in dem sie sich darauf verständigen, trotz der beidseitigen Expansion in Südostasien einen unabhängigen Staat Siam bestehen zu lassen. Um Siams Position als unabhängiger Staat zu stärken, unternimmt Chulalongkorn 1897 und 1907 zwei ausgedehnte Reisen durch mehrere europäische Länder und trifft dort mit Königen und Kaisern zusammen. |
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1900 |
Bangkok hat 600 000 Einwohner und ist damit eine der wichtigsten Städte Südostasiens geworden. |
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1910 |
Rama VI. Vijiravudh besteigt den Thron. |
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1915 |
Einweihung des Parlamentsgebäudes, das ursprünglich als königlicher Thronsaal vorgesehen war. |
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1925 |
Rama VIl. wird König. |
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1932 |
Am 24. Juni 1932 stürzt die geheime Volkspartei, der in erster Linie Siamesen angehören, die in Europa ihre Ausbildung erfahren haben, und von denen einige hohe Ämter in der Regierung und in den Streitkräften bekleiden, die absolute Monarchie, während König Prajadhipok sich an seinem Sommerwohnsitz in Hua Hin aufhält. Etwa 40 Prinzen, hohe Regierungsvertreter und führende Militärs werden verhaftet und als Geiseln in der Ananlasanakan Halle in Bangkok festgehalten. Die Gruppe schickt das folgende Telegramm an König Prajadhipok: (für Text hier klicken) |
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1933 |
Gründung der Thammasat-Universität |
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1935 |
Rama VIII. Ananda Mohidol wird König, lebt aber in der Schweiz und läßt sich durch einen Regentschaftsrat vertreten. |
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1939 |
Änderung des Namens durch den Diktator General Pibul Songkhram. Aus Siam wird Thailand. Allerdings wurde nochmals zwischen 1945 und 1949 dieser Name verwendet. Am 11. Mai 1949 wurde offiziell verkündet, daß das Land von nun an unter einem neuen Namen bekannt sein sollte. |
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1941 |
Thailand wird zum Alliierten Japans. Dessen Truppen greifen von hier aus Burma und Britisch-Malaya an. Thailand selbst hat nicht gekämpft. |
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1944 |
Als sich abzeichnet, dass die Achsenmächte den Zweiten Weltkrieg verlieren werden, regt sich in Thailand immer mehr Widerstand gegen Phibul Songkhran, der im Krieg auf Japan gesetzt hatte. Phibul Songkhran wird im Juli 1944 veranlasst, vom Amt der Premierministers zurückzutreten. Eine Gruppe von Politikern, die während des Zweiten Weltkriegs auf Seiten der Alliierten stand, übernimmt im Nachkriegs-Thailand die Staatsführung. |
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1945 |
Friedensvertrag mit den Alliierten. |
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1946 |
König Bumiphol Adulyadej, Rama IX. besteigt den Thron, nachdem sein Bruder unter mysteriösen Umständen ums Leben kam. Er soll innerhalb des Palastes erschossen worden sein. |
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1947 |
Am 8. November 1947 verübt eine Gruppe von Militärs, der unter anderen Oberst Sarit Thanarat (16. Juni 1908 - 8. Dezember 1963) angehört, einen unblutigen Staatsstreich. Preissteigerungen für Güter des täglichen Bedarfs hatten in den vorhergegangen Wochen für weitverbreitete Unzufriedenheit unter der Bevölkerung gesorgt. |
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1951 |
Eine Gruppe von Marine-Offizieren setzt 29. Juni 1951 Premierminister Marschall Phibul Songkhran gefangen, als dieser den Schwimmbagger Manhattan besucht, den die thailändische Marine von den USA als Teil ihrer Militärhilfe überstellt bekommen hat. Die Offiziere konfrontieren den Marschall mit einer Reihe von Forderungen nach einer Umstrukturierung der Regierung. Zwar wird Marschall Phibul Songkhran nach einigen Tagen freigelassen, scheinbar ohne dass er auf die Forderung der Rebellen eingehen musste, doch unterminiert der Vorfall eindeutig seine Machtstellung. Als neue mächtigste Figuren des Landes zeichnen sich in der Folgezeit General Sarit Thanarat und General Pao ab. |
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1954 |
Beitritt zur SEATO. Thailand wird Verbündeter der USA im Kampf um Vietnam. |
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1958 |
Am 20. Oktober 1958 putscht Armee-Chef Sarit Thanarat erneut, und zwar mit der Begründung, die Regierung werde der wirtschaftlichen Probleme des Landes nicht Herr. Sarit Thanarat bleibt bis zu seinem Tod im Jahre 1963 "starker Mann" in Thailand. |
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1960 |
Das thailändische Königspaar besucht während einer Europareise auch die Bundesrepublik Deutschland. |
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1963 |
Militärputsch unter der Führung von Feldmarschall Thanom Kittichakorn und Prapas . Er übernimmt die Regierung und lässt die Verfassung überarbeiten. |
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1967 |
Auf Initiative Thailands wird die ASEAN gegründet, ein Zusammenschluss von fünf asiatischen Staaten, die ihre Wirtschaft stärken möchten. |
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1971 |
Feldmarschall Thanom Kittikachorn putscht am 17. November 1971 und bringt sich in volle diktatorische Kontrolle über das ganze Land. Er setzt die Verfassung ausser Kraft, löst das Parlament auf, entlässt das Kabinett und erklärt das Kriegsrecht. Als Begründung führt er an, die Verfassung sei nicht effizient, die Parteien nicht kooperativ und ausserdem drohten dem Land Terrorismus und Kommunismus. Die Revolutionäre Partei, die von Thanom kontrolliert wird, stützt seine diktatorische Regierung. Ein fünfköpfiger Nationaler Exekutivrat wird gegründet, dem Thanom vorsitzt. Unter den anderen Mitgliedern des Rates sind der frühere Premierminister Pote Sarasin und Feldmarschall Prapass Charusathiara. |
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1973 |
Eine Demonstration der Studenten wächst sich am 14. Oktober 1973 zu einem kolossalen Massenprotest aus, und es kommt zu Zusammenstössen zwischen Studenten und Ordnungskräften. Bei den sich daraus entwickelnden Strassenschlachten werden mindestens 400 Personen getötet, mehrere tausend verwundet und vier Gebäude niedergebrannt. Der Tag geht als Wan Maha Wippasok (der tragischste Tag) in die neuere thailändische Geschichte ein. König Bhumiphol überredet Premierminister Feldmarschall Thanom Kittikachorn und seine zwei engsten Vertrauten, den stellvertretenden Premierminister Feldmarschall Prapass Charusathiara und Oberst Narong Kittikachorn (ein Sohn Thanoms), das Land zu verlassen. Der Rektor der Thammasat-Universität, Sanya Dhammasakdi, wird zum neuen Premierminister ernannt. Für einige Tage herrscht in Bangkok Chaos, da sich Polizei und Militär nicht auf die Strasse trauen, da sie Racheakte von Studentenbanden fürchten, die durch die Stadt ziehen. |
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1980 |
Rücktritt von General Kriangsak. General Prem wird neuer Premierminister |
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1981 |
Am 1. April 1981 besetzt eine Gruppe jüngerer Offiziere, die später mit dem Namen Jung-Türken versehen wird, unter Führung von General San Chipatima in einem Putschversuch verschiedene Regierungszentren in Bangkok. Die jungen Offiziere behaupten, sie stünden der herrschenden Militär-Clique kritisch gegenüber und unterstützten eine Demokratisierung Thailands. Der allgemeine Eindruck ist dagegen, es handle sich bei den Putschisten nur um eine andere Gruppe machthungriger Militärs. Der damalige Premierminister Prem weicht den Putschisten aus und flieht, zusammen mit der Königsfamilie, nach Khorat. Die Rebellen halten verschiedene Regierungseinrichtungen für drei Tage besetzt. Die königliche Familie des Landes versagt den Rebellen jedoch die Unterstützung und stellt sich auf die Seite Prems - was über eine Radioansprache von Königin Sirikit kundgemacht wird. Die Unterstützung durch die königliche Familie macht es Prem möglich, loyale Truppen zusammenzustellen und nach Bangkok zu entsenden. Am 3. April ergeben sich die Rebellen. General San Chipatima und andere Führer der Putschisten fliehen aus dem Land. |
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1983 |
200-Jahr-Feier der Stadt Bangkok. Erstmals sind wieder die königlichen Barken in einer feierlichen Parade auf dem Fluss Chao Phraya zu sehen. |
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1988 |
Demokratische Wahlen. Chatichai Choonhavan, der Vorsitzende der stärksten Partei im Repräsentantenhaus, wird für das Amt des neuen Ministerpräsidenten nominiert, wenige Stunden, nachdem Prem Tinsulanonda es abgelehnt hatte, eine neue Regierung zu bilden. |
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1.8.1988 |
Eröffnung des Parlaments. Präsident der Nationalversammlung ist Ukrit Mongkolnavin. |
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4.8.1988 |
Chatichai wird zum Ministerpräsidenten gewählt und vom König eingesetzt. Er ist der 17. Ministerpräsident Thailands und nach dem gescheiterten Demokratieversuch (1973-76) der erste, der als gewählter Abgeordneter in dieses Amt erhoben wird. |
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Febr. 1991 |
Auf ein weiteres Mal stürzt am 23. Februar 1991 das thailändische Militär eine gewählte Regierung. In einem unblutigen Staatsstreich unter der Führung des Oberkommandierenden der Streitkräfte, General Sunthorn Kongsompong, und des Armee-Chefs, General Suchinda Kraprayoon, wird die Regierung von General Chatichai Choonhavan abgesetzt; Chatichai und eine Reihe weiterer hochrangiger Politiker werden gefangengesetzt, als sie ein Flugzeug nach Chiang Mai besteigen wollen. Die Putschisten präsentieren sich als Nationaler Rat zur Erhaltung des Friedens (National Peacekeeping Council), der sich jedoch in den folgenden Monaten nicht in die Alltagsgeschäfte der Regierung einmischen wird. Die Putschisten suspendieren wieder einmal die Verfassung, lösen das Parlament auf und erklären das Kriegsrecht. Als Begründung für den Staatsstreich führen sie in erster Linie die weit verbreitete Korruption an. Es wird deshalb ein Ausschuss gebildet, dessen Aufgabe die Untersuchung des unerklärten Reichtums zahlreicher Politiker ist. Unter der Hand heisst es jedoch, zu dem Putsch sei es gekommen, weil General Chatichai den politischen Ratschlägen der Militärs zu wenig Beachtung geschenkt habe. |
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März 1992 |
Bei Wahlen am 22. März 1992 werden 11 Parteien ins Parlament gewählt, die in zwei Blöcke fallen, von denen der eine im thailändischen Sprachgebrauch als Pro-Militär-, der andere, oppositionelle, als Pro-Demokratie-Parteien klassifiziert werden. Es sind dies die folgenden Parteien (in Klammer Anzahl der Abgeordneten): Samakkhi Tham, Pro-Militär (79); Chart Thai, Pro-Militär (74); New Aspiration, Pro-Demokratie (72); Demokratische Partei, Pro-Demokratie (44); Palang Dharma, Pro-Demokratie (41); Social Action, Pro-Militär (31); Prachakorn Thai, Pro-Militär (7); Solidarity, Pro-Demokratie (6); Rassadorn, Pro-Militär (4); Puang Chon Chao Thai (1); Muan Chon (1). Unter den drei Parteien, die bei den Wahlen die meisten Stimmen erhalten, waren zwei, die Samakkhi Tham und die New Aspiration, erst nach dem Militärputsch vom 23. Februar 1991 gebildet worden. Die Chart Thai war aus den vorangegangenen Wahlen von 1988 als stärkste Kraft hervorgegangen, hatte aber nach dem Putsch ihre gesamte Führung ausgewechselt. Auf Vorschlag des Vorsitzenden des Nationalen Rats zur Erhaltung des Friedens, Sunthorn Kongsompong, wird in einem königlichen Erlass General Suchinda Kraprayoon zum 19. Premierminister Thailands ernannt. |
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Mai 1992 |
Blutigste prodemokratische Unruhen in der Geschichte Thailands, ausgelöst durch die erneute verfassungswidrige Ernennung General Suchindas zum Ministerpräsidenten. Nach Tagen weiterer Demonstrationen legt Premierminister Suchinda legt am 24. Mai 1992 sein Amt nieder. |
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September 1992 |
Bei landesweiten Parlamentswahlen am 13. September 1992 verbuchen erwartungsgemäss die sogenannten "Pro-Demokratie"-Parteien starke Gewinne. Die meisten Parlamentssitze, insgesamt 79, erringt die Demokratische Partei. Die weiteren Ergebnisse: Chart Thai, 77 Sitze; Chart Pattana, 60 Sitze; New Aspiration, 51 Sitze; Phalang Dharma, 47 Sitze; Social Action, 22 Sitze; Solidarity, 8 Sitze; Seritham, 8 Sitze; Muan Chon, 4 Sitze; Prachakorn Thai, 3 Sitze; Rassadorn, 1 Sitz. Neuer Premierminister wird der Führer der Demokratischen Partei, Chuan Leekpai. |
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1997-1999 |
Thailand wird Ausgangspunkt einer tiefen regionalen Wirtschafts- und Währungskrise. Die seit Anfang des Jahrzehnts starke wirtschaftliche Expansion wird unterbrochen. |
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1997 |
September: Verabschiedung einer neuen Verfassung. |
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2001 |
Januar: Bei Parlamentsneuwahlen siegt die 1998 gegründete "Thai rak Thai" (Thais lieben Thailand) -Partei des Milliardärs Thaksin Shinawatra. |
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19.09.2006 |
Nach großen Unruhen wird Thaksin gestürzt, als er sich bei den Vereinten Nationen aufhält. Neuer Regierungschef ist General Surayud Chulanont, parteilos, ein Vertrauter des Königs. |